Berlin ist eine Reise wert

Vom 07.05.- 09.05.2008 fuhr der Sozialverband Halstenbek-Rellingen in die Bundeshauptstadt
und wir waren dabei.

Gegen ca. 08.00 Uhr ging es mit einem Bus der Fa. Sunshine Tours in Richtung Berlin. Am Bahnhof Zoo angekommen nahmen wir eine Reiseführerin auf und es folgte eine Stadtrundfahrt zu den bekannten Sehenswürdigkeiten, Regierungsviertel, Reichstag, Brandenburger Tor, Potsdamer Platz, Checkpoint Charlie, Palast der Republik usw. Hier alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Allen Mitreisenden ist aber aufgefallen, dass Berlin doch eine Weltstadt ist. Hamburg ist zwar auch keine Provinz, aber doch anders. Im Bezirk Mitte möchte ich nicht mit dem Auto fahren.

Was auch besonders auffällt, von der Mauer ist nichts mehr zu sehen. Wer nicht auf die besondere Aufpflasterung auf Staßen und Gehwegen achtet, wird nicht mehr erkennen, wo sich die Mauer befand.

Nach dieser ausführlichen Stadtrundfahrt fuhren wir am späten Nachmittag in unser Hotel Parkhotel Blub in Berlin-Neukölln und der Tag war zu Ende.

Am Dienstag fuhrenwir nach einem sehr guten und reichlichen Frühstück mit dem Bus an die Spree. In Höhe Berlin Hauptbahnhof bestiegen wir ein Schiff und machten eine Stadtrundfahrt vom Wasser aus. Es ging in Richtung Regierungsviertel, Schloßinsel und Innenstadt. Berlin vom Wasser aus gesehen ist ein ganz anderes Erlebnis wie die Stadtrundfahrt am Tag zuvor. Es ist ruhig, beschaulich und grün. Viele Sehenswürdigkeiten sehen ganz anders aus.

Das wir an diesem Tag, wie auch an den anderen auch, ein traumhaft schönes Wetter hatten, möchte ich eigentlich nicht extra betonen. Aber wie sollte es auch anders  sein, wenn Engel reisen ....

Nach dieser wunderbaren Besichtigungstour fuhr unser Busfahrer zum S-Bahnhof Zoologischer Garten und bis 14.30 Uhr konnten wir ein Besichtigungspogramm in Eigenregie starten. Diese Zeit wurde von vielen individuell genutzt. Wir waren im Kaufhaus des Westens (KDW), eines der größten Kaufhäuser Europas. Vor allem die Lebensmittelabteilung in der 6. Etage ist sehenswert. Hier stehen alle erdenklich guten Sachen aus ganz Deutschland und Europa. In der 7. Etage kann vieles von den angebotenen Leckereien gleich an Ort und Stelle verzehrt werden – mit einem grandiosen Blick über den Westteil der Stadt.

Anschließend ging es in das Europa-Center. Zur Besichtigung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche kam es dann allerdings nicht mehr, da sie wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war.

Zur vereinbarten Zeit trafen wir uns wieder am Bus und fuhren zum Hotel.Nachdem wir uns „frisch“ gemacht und „angehübscht“ hatten gingen wir als Gruppe gemeinsam zu einem „Griechen“ in unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels und haben dort eine Kleinigkeit gegessen. Dann ging es zum Höhepunkt der Reise. Wir besuchten den Friedrichstadtpalast, es ist Europas grösstes Revuetheater.

Das Programm kann man nicht in Worte fassen! Man muß es gesehen haben. Es ist eine Reminizenz an unvergessene Glanzzeiten der Revue. Die größte Showbühne Europas hat nicht umsonst die größte Girlreihe der Welt. 64 wunderschöne und  unbeschreiblich lange Beine! Aber auch das Orchester, das Artistikprogramm und die Bühnentechnik –  sagenhaft. Wir werden noch lange an diesen Abend denken.

Nach der Rückfahrt gab es dann noch beim „Griechen“ einen sog. Absacker und dieser wunderschöne Tag war zu Ende.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag verstauten wir die Koffer und fuhren nach Potsdam. In die Stadt fuhren wir über die berühmt berüchtigte Glienicker Brücke. Weltberühmt und auf jedenfall sehenswert sind Schloss und Park Sanssousi. Wer etwas genauer hingeschaut hat, wird bemerkt haben, dass auch die anderen Parks und Freiflächen der Stadt architektonisch durchdacht sind. Potsdam ist ein Gesamtkunstwerk, das 1990 von von der UNSECO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Wir beschränkten uns auch nicht nur auf das Schloss Sanssousi, sondern fuhren auch durch die Innenstadt mit dem berühmten Holländischen Viertel und der Kolonie Alexandrowka.

Das Holländische Viertel wurde in der Zeit von 1734 – 1742 für niederländische Einwanderer, die als Arbeitskräfte angeworben wurden errrichtet.
Eine anderer Gruppe von Einwanderern wurde vor ca. 200 Jahren in der Alexandrowka angesiedelt. Russische Musiker, die am Hof Friedrich Wilhelm III. sangen.14 außen mit Holz verschalter Häuser stehen inmitten riesiger Gartengrundstücke. Zwei dieser Häuser werden noch heute von Nachfahren der russischen Sänger bewohnt.

Sehenswert auch das Schloss Cäcilienhof. Hier wurde Weltgeschichte geschrieben. Vom 17.7.1945 – 2.8.1945 wurde  hier das sog. Potsdamer Abkommen der vier Siegermächte festgeschrieben. Es sah die Entmilitarisierung Deutschlands, die Aufhebung der Nazi-Gesetzgebung und die Bestrafung der Kriegsverbrecher vor. Außerdem wurde in diesem Abkommen die Oder-Neisse-Linie als Ostgrenze Deutschlands festgelegt.

Aber nun zum Hauptziel dieses Tages – Schoss und Park Sanssousi. Als Sommerresidenz für Friedrich II. Wurde das Schloß von 1745 – 1747 gebaut.Von der Terrasse hat man eine herrliche Aussicht über den Park bis zu den Hochhäusern der Neustädter Havelbucht. Hinter dem Schloss verbirgt sich die historische Mühle. Die heutige Bockwindmühle wurde 1790 an Stelle einer älteren hölzernen Windmühle erbaut. Sie brannte im 2. Weltkrieg völlig ab und wurde erst 1993 wieder hergestellt.

Aber auch dieser Besichtigungstag ging zu Ende und wir traten die Heimreise an.Es waren unvergleichlich schöne und anstrengende Tage. Wir haben viel gesehen, gehört und neue Eindrücke gewonnen.

Einen herzlichen Dank an den SoVD Ortsverband Halstenbek-Rellingen und die Fa. Sunshine Tours.

W. G.

P.S.:
Dieser Urlaubsbericht über unser Reise nach Berlin wurde von unserem SoVD-Mitglied Wolfgang Günther aus Halstenbek geschrieben.

Vielen Dank Wolfgang