Reisebericht über eine Reise zum „Singenden Wirt“ in Elisabethszell, Bayern

Samstag, der 27. Juni 2009

Am Sonnabend um o8.oo Uhr ging es los. Die lang ersehnte Reise des SoVD Halstenbek-Rellingen in den Bayerischen Wald. 25 Reiseteilnehmer hatten sich am Schützenplatz eingefunden und waren allesamt neugierig auf das, was uns wohl erwarten wird. Abgeholt wurden wir wie immer von einem sauberen und gepflegten Bus der Firma Sunshine Tours. Unser Fahrer für diese Reise war Jürgen Horn.


Unser Bus-Fahrer, Jürgen Horn

Über die Autobahnen Hamburg-Hannover-Braunschweig-Magdeburg-Leipzig ging es zu unserem Zielort Elisabethszell in Niederbayern. Es war eine ruhige und angenehme Fahrt. Wir sind durch die neuen Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gefahren. Für viele von uns eine neue Erfahrung. Auch die Landschaft in diesen Ländern ist schön und sehenswert.Gegen 18.00 Uhr trafen wir dann in Elisabethzell im Hotel Mariandl ein. Das Hotel machte optisch einen sehr guten Eindruck. Der singende Wirt Stefan Dietel begrüßte uns und unsere sauberen und gepflegten Zimmer wurden uns zugewiesen.


Der Ort, das Hotel und Stefan Dietel

Nach einer kurzen Regenerationsphase trafen wir uns dann im Hotel zum einem wohlschmeckenden Abendmenü.Im unmittelbaren Anschluss daran betrat der singende Wirt die Bühne im Lokal. Zu zünftiger Musik wurde gesungen, getanzt und geschunkelt. Begleitet wurde er von zwei exzellenten Musikern. Sie nannten sich „Black & White“. Der Stefan hat nicht nur eine ausgezeichnete Stimme, er unterhielt uns auch mit Geschichten aus der Region und aus seinem privaten Umfeld. Auf den Wahrheitsgehalt sollten diese Begebenheiten aber besser nicht überprüft werden. Aber zu später Stunde war dieser schöne Abend auch zu Ende.

Sonntag, der 28. Juni 2009

Am Sonntag starteten wir zu einer Fahrt durch den Bayerischen Wald. Der erste Halt wurde in der berühmten „Bärwurzerei“ gemacht. Uns wurde erklärt woraus dieser Schnaps gemacht und wie er hergestellt wird. Anschließend ging es in die Probier- und Verkaufsstube.


Besuch in der Bärwurzerei

Der Chronist kann nur sagen, dass es sein Lieblingsgetränk nicht werden wird.
Weiter ging es dann in Richtung Bodenmais, über Arber und Arbersee. Leider ist der Kernbereich des Städtchens Bodenmais für Touristenbusse gesperrt. Schade, Bodenmais ist eigentlich sehr sehenswert. Als Ersatz wurde auf der grünen Wiese, außerhalb von Bodenmais, ein Einkaufszentrum errichtet. Dort sind natürlich Parkmöglichkeiten für Busse und PKW in ausreichender Zahl vorhanden.


Besuch in der Glashütte „Joska“

Die Glashütte „Joska“ ist dort vertreten. Ebenfalls eine Verkaufshalle, in der das ganze Jahr über unter anderem Weihnachtsdekorationen ausgestellt werden. Wer wollte, konnte dort allerhand Geld ausgeben. Es war allerdings auch ein typischer Bayerischer Biergarten vorhanden. Dieser entschä-digte die überwiegend männlichen Teilnehmer von der Einkaufs- und Besichtigungstour.Am Abend gab es im Hotel wieder das bestellte 3-Gang-Menü. Sehr schmackhaft angerichtet und von freundlichen Kellnerinnen im typischen Dirndl serviert. Am Abend natürlich wieder Musik und Tanz.

Montag, der 29. Juni 2009

Am Montag trafen wir uns nach dem ausgezeichneten Frühstücksbuffet vor dem Hotel und der singende Wirt Stefan begrüßte uns zu einer Wanderung um den Ort Elisabethzell. Während der Wanderung wurden mehrere Pausen eingelegt. Und Stefan erklärte uns in lockeren und spaßigen Worten die Geschichte seiner Heimat. Diese Erklärungen waren sehr informativ und lehrreich. So, wie sie vorgetragen wurden, werden sie auch noch länger in Erinnerung bleiben. Selbstverständlich wurde auch eine größere Rast eingelegt. Es gab gekühlte Erfrischungsgetränke. Bier soll auch es auch gegeben haben. Nach gut zwei Stunden waren wir wieder im Hotel und der Wandertag wurde fortgesetzt.


Eine Wanderung um Elisabethszell herum mit Stefan

Als Nachtrag muss noch gesagt werden, dass nicht nur unsere Reisegruppe bei dieser Wanderung vertreten war. Alle Hotelgäste waren anwesend.Im Hotel gab es nun Weißwurst mit Brezeln und zünftigem Bier. Zur Verdauung wurde dann natürlich ein Bärwurz kredenzt.Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und einige begaben sich auf eigene Faust auf Erkundungen durch und um den Ort ElisabethzellDer Abend klang dann, nach dem bereits bekanntem gutem Menü, wieder mit Tanz und Musik aus.

Dienstag, der 30. Juni 2009

Am Dienstag ging es dann nach Passau. An der Donaupromenade erwartete uns das Kristallschiff der Firma Swarowski. Das ist ein Schiff der Superlative. Von der Decke hängen Beleuchtungskörper spiralförmig herunter. Sie bestehen aus 74.000 Swarowskisteinen, die ständig die Farben wechseln. Die Treppenstufen vom Unter- zum Oberdeck sind ebenfalls mit Swarowskisteinen unterlegt und in Silber eingefasst. Auf dem Oberdeck befindet sich ein 3,50 m breiter Wasserfall. Ein Schiff, nur zum Staunen. Damit ging es dann in Richtung Oberösterreich zur Donauschlinge Schlögen. Kurz vorher wurde gewendet und wir fuhren zurück nach Passau.


Mit dem Kristallschiff "Donau" auf der Donau

Da wir ja Deutschland verlassen hatten, konnten an Bord auch zollfreie Waren eingekauft werden. Davon wurde auch Gebrauch gemacht. In Passau angekommen, wurden wir dann aber von einem Gewitter überrascht. Von einer Stadtbesichtigung musste abgesehen werden. Diese Zeit wurde aber für einen kleinen Imbiss genutzt.
Weiter ging es von Passau nach Aldersbach. Hier war früher ein Kloster mit Klosterkirche und Brauerei. Heute gibt es nur noch die Klosterkirche und die Brauerei. Was berühmter ist, vermag ich nicht zu sagen. Wir besichtigten die Brauerei mit den Sudtanks und der Abfülleinrichtung. Anschließend begaben wir uns in die Kirche. Es handelt sich um eine typische Barockkirche mit sehr viel Gold, Engelsfiguren, Deckengemälden und Schnitzereien. Für die Norddeutschen fast zu viel Prunk.


Klosterkirche in Aldersbach

Von der anstrengenden Besichtigungstour mussten wir uns anschließend im Bräustüberl erholen. Getränke gab es nur in Literkrügen (eine Maß). Von unserem Wirt war zwischenzeitlich ein Akkordeonspieler aus unserem Hotel gebracht worden. Es ging nun die Post ab. Im Stüberl befand sich auch noch eine kleine Gruppe aus dem Allgäu. Diese war überrascht, dass die sturen Norddeutschen so lustig und gesellig sein können.


Die Lustige Reisegesellschaft im „Bräustüberl“

Nach Menü und der Abendunterhaltung klang der Abend im Hotel aus.

Mittwoch der 1. Juli

Am Mittwoch fuhren wir nach Regensburg und erkundeten die Stadt auf eigene Faust. Typische Anlaufstellen sind das alte Rathaus mit dem ewig währenden Reichstag der hier tagte, die steinerne Brücke über die Donau, die älteste Wurstküche der Welt, die Altstadt und natürlich der Dom zu Regensburg. Dieser ist im Gegensatz zur gestrigen Klosterkirche an Einfach- und Schlichtheit nicht zu überbieten. Die einzigen Schmuckstücke sind der Altar und die bunten Fenster, die besonders zur Geltung kommen, wenn sie von der Sonne angestrahlt werden. Für eine Besichtigung des Schlosses von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis fehlte leider die Zeit. Die Rückfahrt verzögerte sich allerdings, da sich ein Reiseteilnehmer verlaufen hatte und nicht wieder alleine zum Busparkplatz fand. Das war kein schöner Abschluss des Tages in Regensburg.


Regensburger Dom und die Steinerne Brücke

Am letzten Abend wurde von den Köchen des Hotels noch ein wunderschönes Menü zubereitet. Es erschwerte uns die Abreise erheblich. Zusätzlich gab es zum Menü noch ein Zwischengericht, ein Käsebuffet und einen Schnaps zur besseren Verdauung. Ein gelungener Abend ging wieder zu Ende und die Koffer für die Abfahrt am nächsten Tag mussten gepackt werden.


Eine fröhliche und zufriedene Reisegruppe aus Halstenbek-Rellingen

Ich möchte mich für diese schönen Tage bei Jochen bedanken. Diese Reise war Spitze. Der Name der Firma Sunshine Tours sagt es schon aus. In der ganzen Zeit hatten wir nur in Passau ein kleines Gewitter. Ansonsten war Sonne angesagt.Das Hotel hat alle Erwartungen übertroffen. Von der Außenanlage, den Hotelzimmern, dem Essen, derAbendunterhaltung und dem freundlichen und hilfsbereiten Personal war alles lobenswert.

Mein Dank geht an Wolfgang und Marlene Günther für diesen tollen Reisebericht

und für den Eintrag in das Gästebuch

Danke sagt Euch Jochen

.