Die Fische werden lebend „geerntet“

Halstenbek: Tour des Sozialverbandes / 30 Grad Hitze im Westerwald

36 Mitglieder des Sozialverbands genossen eine perfekt geplante Tour in den Westerwald.

Von der Schönheit des Westerwalds beeindruckt kehrte eine Reisegruppe des Ortsverbands Halstenbek-Rellingen im Sozialverband Deutschland zurück. Gut organisiert von der Ehrenvorsitzenden Waltraud Wagner und begleitet von Inge Möller verlebten die meist älteren Mitglieder in Oberlahr sechs schöne und informative Tage.

Der Westerwald ist nicht nur ein Mittelgebirge mit viel Wald, sondern eines der natürlichsten und vielfältigsten Urlaubsgebiete zwischen den Ballungszentren an Main und Ruhr. Die Tage waren ausgefüllt mit Bustouren nach der über 1000 Jahre alten Kreisstadt Montabaur, nach Koblenz, Königswinter und Köln. Höhepunkt war eine Rundfahrt durch die idyllisch gelegene Westerwälder Seenplatte. Nicht die Natur hat die sieben Seen - sie sind alle miteinander durch Kanäle verbunden - geschaffen, sondern Menschenhand. Im 16. Jahrhundert ließ Graf von Wied die nur zwei Meter tiefen Seen anlegen - eine Sonderheit in Europa. Die aufgestauten Gewässer dienen einmal der Erholung und zum anderen dem Fischfang. Im Oktober werden die Seen abgelassen und die Fische lebend „geerntet“. Das Kloster Marienstatt und der Ort Hachenburg standen ebenfalls auf dem Programm der Rundfahrt

Dem „arktischen Landstrich Westerwald sagt man nach, es gäbe dort drei Monate Winter und neun Monate kalte Witterung. Das Gegenteil erlebten die 36 Gäste: Es gab keinen Tag unter 30 Grad Nachmittagstemperatur. (gm)